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Wenn die Blase nachlässt…

25.05.2017

Die MOBI betreut seit 25 Jahren als Pflege- und Sozialdienst in GrünbergMücke, Rabenau, Allendorf sowie den angrenzenden Gebieten zuverlässig hunderte Menschen in sämtlichen Pflegefragen. Dabei stehen für Betroffene und deren Familien jeweils spezielle Themen im Vordergrund. Unsere Pflegedienstleiterin Mareike Reitz greift das Tabuthema Inkontinenz auf.

 

 

Über manche Krankheiten spricht man heutzutage immer noch nicht. Die Harninkontinenz – oder Blasenschwäche – gehört dazu. Denn vielen Menschen ist es unangenehm, dass sie beim Husten oder Lachen Urin verlieren oder stündlich auf die Toilette gehen müssen. Je nach Schwere der Krankheit ist es eine große Einschränkung der Lebensqualität und häufig leider auch Auslöser von Isolationsmaßnahmen bei älteren Menschen.


Dabei leidet fast jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens unter einer Inkontinenz, häufig schon im mittleren Alter, ausgelöst durch Hormonumstellungen, Muskelschwäche im Beckenboden oder Gebärmuttersenkung. Auch Männer kämpfen mit Problemen der Inkontinenz, meist jedoch durch eine Prostatavergrößerung bedingt im höheren Alter. 


Leider geht nur jeder dritte Betroffene zum Arzt. Dabei sollte der erste Ansprechpartner bei auftretenden Problemen der Hausarzt sein, denn dieser kann bei Bedarf Überweisungen zum Urologen schreiben. Urologen sind im Bereich Nieren- sowie Blasenproblemen Fachärzte und somit zuständig für Frauen und Männer gleichermaßen. „Urologen sind Männerärzte“ – dieser Ausspruch ist somit ein Irrglaube. 


Beim Hausarzt sollten die Medikamente überprüft werden, da viele Medikamente wie Schlafmittel, Psychopharmaka und Entwässerungstabletten den Harndrang stark fördern können. 

 

Verschiedene Maßnahmen möglich

 

Es gibt verschiedene Inkontinenzformen, daher gibt es auch unterschiedlichste Behandlungsarten und erfahrungsgemäß sind Isolationsmaßnahmen unnötig und überflüssig, denn mit einfachen Mitteln wie zum Beispiel Muskelübungen für den Beckenboden  ist eine Erleichterung der Beschwerden oft möglich.


Ein weiteres großes Problem ist, dass Betroffene meist nur wenig trinken, damit sie keinen Urin verlieren. Häufig verschlimmert dies die Situation – es kommt zum „Teufelskreis“ aus Stürzen, zu geringen Trinkmengen und Blasenentzündungen. Ältere Menschen denken häufig, es sei mit zunehmendem Alter normal, dass die Blase den Harn nicht mehr so gut zurückhalten kann. So wird mit gekauften Inkontinenzeinlagen hantiert, um Probleme zu „vertuschen“. 

 

Hilfsmittel sind oft nützlich

 

 

Betroffene haben Anspruch auf Hilfsmittelversorgung durch die Krankenkasse, wenn die Diagnose „Inkontinenz“ durch einen Arzt gestellt wurde, d.h. man kann Inkontinenzeinlagen auf Rezept bekommen. Entsprechend angepasste Einlagen und Hilfsmittel für individuelle Bedürfnisse können über Sanitätshäuser sowie Vertragspartner der Krankenkassen bestellt werden. Die Vertragspartner der Krankenkassen, die Sanitätshäuser und auch wir als Pflegedienst stehen zum Beispiel während eines Beratungseinsatzes beratend zur Seite – für individuelle Inkontinenzmaterialen sowie Hilfsmittel. Denn entscheidend ist, wie der Betroffene oder die Angehörigen mit den jeweiligen Materialien zurecht kommen. Sprechen Sie uns an!
 

 

 

 

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